Schwerpunkte, Ziele und Ausblick der Caritas-Arbeit in Berlin
Der Berliner Caritasverband wird auch zukünftig seine Hilfsangebote an den Nöten der Menschen in unserer Stadt ausrichten.
Bedrohung des Lebens
In einer leider viel zu langen Reihe von Nöten, mit denen wir uns in Berlin konfrontiert sehen, steht für uns die Bedrohung
des Lebens an erster Stelle. Der Schutz des ungeborenen Lebens in der Arbeit für schwangere Frauen, aber auch die unterstützenden
Hilfen für sterbende Menschen im Hospizdienst sind Beispiele unseres Engagements.
Arbeit mit Familien
Schon immer ist die Arbeit für Familien ein wichtiger Teil unserer Arbeit gewesen. Die Bekämpfung der vielfältigen Formen
der Bedrohung der Familien wird auch weiterhin im Mittelpunkt unserer Arbeit bleiben.
"Verdeckte Armut" - Menschen am Rande des Existenzminimums
Den Menschen in Berlin, die am Rande des Existenzminimums unterhalb des Sozialhilfeniveaus leben, wird in den nächsten Jahren
unsere verstärkte Aufmerksamkeit gelten. Das Elend der "verdeckten Armut" ist hierbei ein inzwischen gut bekannter Begriff.
Sie ist groß in unserer Stadt – sei es bei Menschen, die von ihren Rechten nichts wissen oder diese aus Scham nicht in Anspruch
nehmen wollen, sei es bei denen, die auf der Straße leben oder sich illegal in Berlin aufhalten.
Körperliche Not von kranken, pflegebedürftigen und behinderten Menschen
Die körperliche Not von kranken, pflegebedürftigen und behinderten Menschen hat der Berliner Caritasverband in seinem 100
jährigen Bestehen immer zu mindern versucht – dieses werden wir auch weiterhin tun.
Gesellschaftspolitisches Engagement
Neben allen unseren Anstrengungen, den Nöten der Menschen angemessene Hilfsangebote entgegen zu setzen, werden wir uns um
eine stärkere gesellschaftspolitische Teilhabe im sozialen Geschehen dieser Stadt bemühen. – Wir wollen uns kräftig einmischen!
Die Gebietsreform und die Stärkung der Funktion der Bezirke stellt hierbei eine besondere Herausforderung für uns dar.
Um unsere vielfältigen Aufgaben wahrnehmen zu können wird es notwendig sein, den bereits begonnenen Weg des Qualitätsmanagements weiter zu entwickeln. Die Sicherung der finanziellen Grundlage unseres Tuns wird uns auch in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Es sind hier neue Wege zu beschreiten zusammen mit unseren Partnern.
Das hohe Engagement und die gute Arbeit unserer Mitarbeiter, aber auch die aktive Unterstützung unserer Kirche und unserer Partner lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Danuta Sarrouh
Bereichsleiterin Offene Sozialarbeit
